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BLOGBEITRÄGE

10 Fakten, die Sie zum Thema eCommerce in Europa kennen sollten

„Der internationale Onlinevertrieb erfordert mehr als eine allgemein gültige globale Strategie. Sie müssen Ihren Ansatz an die lokalen Bedürfnisse des jeweiligen Landes oder Marktes anpassen. Bevor Sie mit der Vermarktung oder Werbung für diese globalen Zielgruppen beginnen, sollten Sie sich daher klarmachen, wie die jeweilige Zielgruppe das Internet nutzt. Denn ein Verbraucher in Frankreich nutzt das Internet auf andere Weise als ein Benutzer in Deutschland, China oder Spanien. Ausgehend von dieser wichtigen Regel finden Sie im Folgenden 10 Fakten zum globalen eCommerce, die Unternehmen kennen sollten, die internationale Vertriebsgeschäfte durchführen möchten:

1. In Frankreich erfreut sich die mobile Suche wachsender Beliebtheit
Innerhalb der letzten 12 Monate hat sich in Frankreich nicht nur die Anzahl der verwendeten Tablet-PCs verdoppelt, ein Drittel der Bevölkerung besitzt zudem inzwischen ein Smartphone: Es überrascht nicht, dass damit auch die mobile Suche einen kontinuierlichen Anstieg zu verzeichnen hat. Überraschend mag hingegen die Tatsache sein, dass 68 % der mobilen Suchvorgänge von zu Hause aus durchgeführt werden. Die Konversionsrate bei mobilen Suchmaschinennutzern beträgt in Frankreich etwas mehr als ein Viertel.  

2. Französische Verbraucher sind anspruchsvoll
Der Onlinekauf von Produkten ist für französische Kunden kein spontaner („reflexartiger“), schneller Vorgang. Vielmehr nehmen sie sich viel Zeit, um Angebote zu vergleichen und Bewertungen zu lesen, bevor sie tatsächlich einen Kauf tätigen. Im Ergebnis erzielt Frankreich im europäischen Vergleich einen der geringsten Renditesätze im Hinblick auf eCommerce-Käufe – zwischen 10 und 15 %. Damit liegt es deutlich hinter Deutschland, das immerhin einen Wert von 20–25 % erreicht.

3. Im Nahen Osten und Afrika haben Mobilgeräte einen entscheidenden Anteil
Über 90 von 100 Internetnutzern im Nahen Osten und Afrika nutzen ihr Mobiltelefon, um online zu gehen. Damit liegen sie im weltweiten Vergleich, was den mobilen Internetzugang betrifft, an der Spitze.

4. Deutsche Verbraucher lieben die Vielfalt
Die Zahlungsmethoden und die Bereitstellung einer diesbezüglichen Auswahlmöglichkeit stellen eines der wesentlichen Kriterien dar, auf das Sie achten müssen, wenn Sie in ausländischen Märkten bestehen möchten – das gilt auch für Deutschland. Studien haben ergeben, dass Einzelhändler, die mehrere Zahlungsmethoden zur Auswahl stellen, ihre Umsätze tatsächlich steigern können. Zahlung per Rechnung ist nach wie vor die beliebteste Zahlungsmethode – etwas weniger als die Hälfte der deutschen Kunden bevorzugen diese Variante, gefolgt von Zahlung per Kreditkarte und PayPal.

5. Die Kunden aus den Niederlanden lieben Online-Shopping
Wenn Sie an globalen eCommerce denken, kommen Ihnen vermutlich nicht sofort die Niederlande in den Sinn – allerdings sind niederländische Kunden passionierte Internet-Shopper. Im Jahr 2013 tätigten 80 % der Internetnutzer in den Niederlanden Onlinekäufe. Außerdem zeichnet sich das Land dadurch aus, dass auch ältere Bevölkerungsgruppen im Bereich eCommerce aktiv sind – 8 von 10 Personen zwischen 65 und 75 Jahren nutzen das Internet regelmäßig für Onlinekäufe. Dabei sind es nicht nur die besonders erfahrenen Kunden, die im eCommerce mitmischen. Die Niederlande sind die Region in Europa mit dem höchsten Anteil an Social-Media-Nutzern – in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre liegt der Nutzeranteil sogar bei 98 %.

6. Smartphones haben in Schweden einen hohen Stellenwert
Im Jahr 2013 lag die Smartphone-Nutzung in Schweden bei einem doppelt so hohen Wert wie im europäischen Durchschnitt. Außerdem kann das Land für sich die Position des achtgrößten Online-Marketing-Marktes in Europa beanspruchen. Ansonsten schätzen die schwedischen Verbraucher das Content-Marketing: 8 von 10 Vermarktern sehen darin eine wirksame Methode zur Verbesserung einer Unternehmensmarke.

7. Der eCommerce in Italien überwindet die wirtschaftlichen Probleme des Landes
In wirtschaftlicher Hinsicht könnte es für Italien durchaus besser laufen. Doch trotz dieser ökonomischen Schwierigkeiten entwickelt sich der Bereich eCommerce stetig. Der Anteil der Internetverkäufe lag Ende des letzten Jahres bei einem Fünftel und etwa 14 Millionen italienische Kunden nutzen das Internet für den Einkauf.

8. Norwegische Kunden tätigen Onlinekäufe meist über einen Desktop-PC
In der zweiten Jahreshälfte 2013 stiegen die eCommerce-Ausgaben in Norwegen deutlich. Die Mehrzahl dieser Online-Käufe (86 %) erfolgte über Desktop-Computer. Die über Tablets getätigten Käufe betrugen weniger als 10 % der Transaktionen, bei Käufen über Mobilgeräte lag der Wert sogar bei unter 5 %.

9. Dänische Kunden mögen ausländische Einzelhändler
Die Tendenz zum Online-Shopping bei ausländischen Einzelhändlern ist im globalen eCommerce relativ verbreitet. Nehmen wir zum Beispiel Russland: Das mangelnde Vertrauen in inländische Verkäufer hat dort dazu beigetragen, dass Verbraucher den Blick auf Angebote aus weiter entfernten Quellen richten. Dänemark ist eines dieser Länder, in dem Kunden zuverlässig bei nicht-inländischen Einzelhändlern kaufen. Im 4. Quartal des Jahres 2013 kam nahezu jeder zweite eCommerce-Kauf einem ausländischen Unternehmen zugute.

10. Spanische Verbraucher haben Bedenken hinsichtlich des Onlinebetrugs
Spanien belegt im Bereich der eCommerce-Rechnungen in Europa den 4. Platz. Dennoch leidet der Onlinemarkt des Landes unter immanenten Vertrauensproblemen, insbesondere im Hinblick auf Onlinebetrug. In einer kürzlich durchgeführten Kundenumfrage gaben 54 % der spanischen Kunden an, ungern ihre persönlichen Angaben online zur Verfügung zu stellen.


Quellen: eMarketer, MarketingOnline, t3nMagazine, Fevad, FDH, elperiodicodearagon.com

 

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