Cora Rothenbächer - Gastblogger

Online Marketing Manager, Bloofusion Germany GmbH
Folgen Cora:
BLOGBEITRÄGE

Zusätzliches Potenzial durch Remarketing

Jeder Bing Ads-Nutzer hat Zielgruppen, die er mit seinen Onlinekampagnen besonders ansprechen möchte. Im Rahmen von Remarketing-Kampagnen können sie sogar gesondert und noch stärker adressiert werden. Auf diese Weise erreichen Sie häufig noch mehr Klicks und Conversions als mit der reinen Ausrichtung auf Ihre Keywords. Denn so können Sie gezielt Nutzer ansprechen, die mit Ihrer Webseite auf eine bestimmte Art und Weise interagiert haben.

Einrichtung

Dank des UET-Tags, das Sie zum Conversion-Tracking vermutlich bereits auf Ihrer Webseite eingebaut haben, ist das Erstellen von Remarketing-Kampagnen in Bing Ads kein Problem. In der gemeinsam genutzten Bibliothek können Sie ganz einfach Ihre gewünschten Zielgruppen in Form von Remarketing-Listen erstellen (s. rechts).

Dabei haben Sie vier verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise können Sie eine Liste von Nutzern, die allesamt auf einer bestimmten Website, wie z. B. auf einer Markenkategorie, waren, erstellen. Ebenfalls ist es möglich, eine Liste mit einer Kombination aus zwei Website-Besuchen zu erstellen – ein Nutzer hat sich bspw. Marke A, aber auch Marke B angeschaut.

Wenn Sie gerne detailgetreu arbeiten und es ganz genau wissen möchten, können Sie auch mit benutzerdefinierten Ereignissen arbeiten. Dazu muss Ihr UET-Tag jedoch angepasst warden.

remarketing

Auf die Weise haben Sie die Möglichkeit, z. B. eine Liste von Personen zu erstellen, die auf einer Kategorie Ihrer Website unterwegs waren und zusätzlich eine bestimmte Aktion getätigt haben.

Der Vorteil von Remarketing

Wenn Sie erst einmal einige Listen erstellt haben, können Sie nun entweder eine neue Kampagne hinzufügen oder aber die Listen in die bestehenden Kampagnen einbauen und sie im Hintergrund arbeiten lassen. Für welche Variante Sie sich dabei entscheiden, ist Geschmackssache.

In jedem Fall haben Sie durch den Einsatz von Remarketing den Vorteil, dass Sie Besucher Ihrer Website noch einmal ansprechen und einladen können, zurückzukehren. Schließlich kaufen durchschnittlich 96 % aller Nutzer nicht gleich beim ersten Besuch auf einer Website. Damit Ihre Seite während der Bedenkzeit der Nutzer nicht in Vergessenheit gerät, können Sie sich durch Remarketing wieder ins Gedächtnis rufen. So können Sie etwa auf die im Hintergrund Ihrer bestehenden Kampagnen eingesetzten Zielgruppen höher bieten und die Wahrscheinlichkeit ihrer Rückkehr dadurch erhöhen.

Mittels Remarketing können Sie somit die Wahrscheinlichkeit einer Conversion stark erhöhen und Ihren ROI steigern. Ebenso haben Sie durch eine separate Remarketing-Kampagne die Möglichkeit, für bestimmte Zielgruppen individuelle Anzeigentexte zu erstellen. Da Sie deren Verhalten auf Ihrer Webseite bereits ein wenig kennen, können Sie darauf textlich auch eingehen und die Nutzer anders ansprechen.

Erfahrungswerte

Ein Praxis-Beispiel von einem Bing Ads-Kunden aus der Elektrobranche zeigt, wie sehr sich Remarketing lohnen kann. In der Top-Markenkampagne dieses Kunden führte der Einsatz von Remarketing zu einer 2,5 Mal so hohen Klickrate im Vergleich zu den regulären Ergebnissen. Außerdem schneidet die Position der Remarketing-Anzeigen um 0,01 Punkte besser ab. Der durchschnittliche CPC ist hierbei zwar 25 % höher, der durchschnittliche CPA hingegen um knapp 25 % niedriger. Der höhere CPC lässt sich durch das höhere und gezieltere Bieten auf wertvollere Zielgruppen erklären, die wiederum auch höhere Umsätze einspielen.

Welche Zielgruppen sollte man erstellen?

Welche Remarketing-Liste Sie am besten verwenden, hängt von Ihrer jeweiligen Branche sowie Ihrer Strategie ab. Beispielsweise haben Bing-Ads-Werbetreibende für einen Onlineshop andere Bedürfnisse als solche für eine Arztpraxis. In den meisten Fällen aber empfiehlt es sich, die Liste „Alle Besucher“ zu erstellen und einzubauen. So können Sie sichergehen, dass Sie alle ehemaligen Nutzer erreichen. Für Onlineshops sind sicherlich auch die Warenkorbabbrecher häufig vielversprechend.

In den meisten Fällen aber gilt, wie immer: Testen, testen, testen… Ist das UET-Tag jedoch erst einmal implementiert, lassen sich die Remarketing-Listen schnell erstellen und anwenden, wie oben besc hrieben. Von daher wünsche ich einfach viel Spaß beim Ausprobieren.

Weiterlesen